Menschen, die sich auf den Weg in den Ruhestand machen, sind logischerweise nicht alle gleich. Waren wir ja auch das restliche Leben nicht. Tendenziell zeichnen sich zwei Gruppen ab und Du kannst hier schon mal schauen, zu welcher Gruppe Du Dich zählst und welche besonderen Herausforderungen Dich in der Rente erwarten. Die zwei verschiedenen Charaktere sind die strukturierte und die träumende Person. Und ja, wie auch in meinem Workbook kannst Du auf einer Skala schauen, wieviel Anteile Du von der
einen und von der anderen Person Du hast. Das Leben ist ja bekanntlich nicht nur schwarz und weiß,
sondern hat viele Grautöne. Entsprechend sind dann auch die Herausforderungen zu betrachten, die jeder
Personentyp mit sich bringt.
Der Strukturmensch
Die
strukturierte Person hat sich in ihrem bisherigen Leben ausgezeichnet, durch
* die
Konzentration auf Aufgaben, Verpflichtungen und das Management von Risiken,
* im Allgemeinen starke Spargewohnheiten und finanzielle Disziplin,
* den Fokus auf seine/ihre Karriere und Verantwortung,
* ein ernsthafte und praktische Betrachtung der eigenen Altersvorsorge,
* dem Bedürfnis von Sicherheit und dem Blick auf einen klaren Weg in die Zukunft.
Strukturierte bringen wertvolle Stärken in die Altersvorsorge ein: Disziplin, Verantwortung und Gründlichkeit. Ihre Herausforderung besteht darin, zu lernen, vom reinen Erhaltungsmodus zum
Ergreifen von Möglichkeiten überzugehen. Sie profitieren davon, binäres Denken in optionales Denken umzuwandeln – der Ruhestand ist nicht das Ende der Produktivität, sondern ein Wechsel der
Jahreszeit mit neuen Möglichkeiten. Sie brauchen auf jeden Fall Sicherheit und können trotzdem den Blickwinkel zu neuen Abenteuern hinwenden. Dabei haben sie die Herausforderung, nicht alles auf
die Karte Sicherheit zu setzen, sondern ein neues großartige Leben zu entwerfen und dann die Machbarkeit anzuschauen. Lassen strukturierte Personen diesen Prozess aus, freuen sich die Erben. Ein
klarer, gut strukturierter Plan hilft, sich sicher genug zu fühlen, um dann über die reine Sicherheit hinauszugehen und die vorhandene Fülle wirklich genießen zu können.
Die träumende Person hingegen:
* sieht Chancen und Möglichkeiten sofort,
* kann sich ihre Zukunft im Ruhestand lebhaft vorstellen,
* betrachtet den Ruhestand als einen Spielplatz der zeitlichen Freiheit,
* zeichnet sich durch ganzheitliches Denken und große Ambitionen aus,
* ist optimistisch, dass alles gut werden wird.
Träumer bringen Enthusiasmus und Visionen in die Altersvorsorge ein. Ihre Herausforderung besteht darin, Träume in umsetzbare, nachhaltige Pläne zu verwandeln, die sich finanzieren lassen. Ein
Träumer muss von der Einstellung „Ich kann alles haben” zu einer strategischen Priorisierung übergehen. Träumer profitieren davon, eine überzeugende Vision zu entwickeln, die ihnen erlaubt,
sinnvolle Ziele zu verfolgen, während sie gleichzeitig lernen, die Bedeutung einzelner Wünsche herunterzuspielen, damit sie sich im Laufe ihres Ruhestands neu orientieren können. Es braucht eine
Balance zwischen Träumen und Finanzierbarkeit und diese hilft ihnen, sich sowohl inspiriert als auch geerdet zu fühlen.
Beide Typen müssen sich damit auseinandersetzen, wie alte Verhaltensmuster ihr Verhalten beeinflussen.
Mein neues Workbook "Aktiver Ruhestand" ist für beide Personengruppen geschrieben, wobei ich sagen würde, die strukturierten werden es mehr lieben, weil ihnen Planung einfach mehr liegt.
Dennoch oder gerade deshalb profitieren die träumenden Personen sehr von der Arbeit mit dem Buch, wenn sie sich denn dazu durchringen können, es nicht nur auf dem Nachtisch liegen zu lassen,
sondern wirklich damit zu arbeiten.
